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Not Welcome! Gelsenkirchen gefällt „die Bandbreite“ nicht

Heute, nach bekanntwerden der geplanten Zusammenarbeit zwischen dem „Musiktheater im Revier“ und der Band „die Bandbreite“, haben wir Kontakt mit dem Musiktheater aufgenommen.

Das Musiktheater wurde auf die geistigen Ergüsse von Marcel „Wojna“ Wojnarowicz und seiner Band hingewiesen.  

Auch das Musiktheater hat erkannt, dass die Bandbreite kein Kulturprogramm ist, erst recht nicht für Kinder und Jugendliche, sagte die Veranstaltung ab und distanzierte sich in einem Telefonat von „Wojna“.

Da sich auch der Gelsenkirchener Oberbürgermeister eingeschaltet hat (siehe Kommentarspalte Ruhrbarone), sind wir sicher, dass im Musiktheater morgen keine Veranstaltung mit der Bandbreite stattfinden wird.

Inzwischen gibt es immer mehr Kritiker*innen an der Bandreite, so berichtet die antifaschistische Zeitung Lotta in der aktuellen Herbstausgabe über ein Konzert der Bandbreite in der Kategorie „Hip-Hopper mit Rechtsdrall“.

Wer mehr Informationen zu der Bandbreite sucht, wird sie auf dem Blog Reflexion finden.

An dieser Stelle danken wir den Mitarbeiter*innen des MiR für die schnelle Reaktion.

Demonstration am 10.12: „Jetzt erst recht! – Sozio-Kulturelle Freiräume erkämpfen!“

duiy
Unter diesem Motto ruft die “DU it yourself”-Kampagne am kommenden Samstag, dem 10.12.11, zu einer Demonstration in Duisburg auf.
Auch wir als Antifaschist*innen aus Gelsenkirchen unterstützen das Projekt gerne. Im folgenden der Aufruf der Kampagne DU it yourself:

Für Samstag 18 Uhr haben wir eine Demonstration unter dem Motto „Jetzt erst recht! Sozio-kulturelle Freiräume erkämpfen!“ angemeldet. Mit der Demonstration wollen wir gegen die verhinderte Eröffnung der leerstehenden Hauptschule in Duisburg-Laar als Stadtteil- und Kulturzentrum protestieren und der Forderung nach einem unabhängigen und unkommerziellen sozio-kulturellen Zentrum erneut Nachdruck verleihen.

Wir freuen uns auf eine offene und bunte Demo: Ob Alt, ob Jung, jeder ist willkommen, der unsere Ziele teilt.

Flyervorlagen zum selbstkopieren folgen.

10. Dezember 2011 // 18 Uhr // Duisburg HBF Vorplatz

Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen, es geht um eine gute und wichtige Sache!

Für mehr Freiräume im Ruhrgebiet und überall!

10.12: Naziaufmarsch in Kalk?! – Läuft nicht!

Alle Jahre wieder… Völkischen Freaks entgegentreten.
Nazi-Aufmarsch am 10.12.11 in Köln-Kalk verhindern!

Nazis, Verfassungsschutz, „Staatskrise“. Ausgerechnet jetzt, wo in medialen und politischen Debatten der BRD die schockierte Erkenntnis kursiert, dass Nazis in Deutschland (noch immer) morden. Ausgerechnet jetzt, wo Presse und Politik der BRD immer noch den Skandal um die staatlich organisierte Schützenhilfe des Verfassungsschutzes für den „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) verarbeiten. Inmitten dieser heißgekochten Situation über staatliches Versagen bei der „Überwachung“ von Rechtsradikalen planen Nazis der „Freien Kräfte Köln“ (FKK) eine Demonstration, eine „Revanche“ gegen die öffentliche Stimmung und natürlich für „Volkstreue und Vaterlandsliebe“.

7 Jahre ist’s nun her. Zuletzt trauten sich die Nazis der Kölner Region um ihren Möchtegern-Hitler Axel Reitz 2004 nach Köln-Kalk. Damals liefen etwa 150 Nazis mit unfreiwillig umgedrehten Bomberjacken und abgetüteten Springerstiefel durch Kalk und forderten „Deutschland uns Deutschen“. Weit über Tausend AntifaschistInnen und AnwohnerInnen stellten sich den Nazis in den Weg und begleiteten diese bei ihrem Spießrutenlauf, der durch Wurfangriffe und Streckenblockaden einer Tortur für die „Vaterlandstreuen“ glich. Nun wollen sie also wieder wissen.

Diesmal demonstrieren sie nicht nur für ihren üblichen Wahn von „Volk“ und „Vaterland“, sondern allen voran „gegen Polizeirepression und Medienhetze“. In solch einer öffentlich-politischen Stimmung gegen die radikale Rechte nehmen es sich die Kölner Nazis heraus, Repression und „Gewaltakte“ gegen „friedliche Nationalisten“ zum Anlass für einen Auftritt in der “Multikultihochburg” und dem „Szene-“Viertel Köln-Kalk zu nehmen. Sie relativieren damit das Treiben der NSU und inszenieren sich als unschuldige Opfer der Medienlandschaft und der staatlichen Repressionsapparate, die kürzlich eine Saalveranstaltung des Freien Netzes auflöste und einen prominenten Nazi aus den USA, David Duke, kurzzeitig festnahm.

Dabei sollten die Kölner Nazis mit ihrer Unschuldslamm-Linie den Mund nicht zu voll nehmen. Sie waren es, die beim diesjährigen Großaufmarsch in Dresden (Februar 2011) unter unbehelligter Beobachtung der Polizei minutenlang ein linkes Hausprojekt angegriffen haben. Einige Monate später (Mai 2011) waren ebenfalls Kölner Nazikader dabei, als eine (dank der Berliner Polizei) quasi geheimgehaltene Nazi-Demo in Berlin-Kreuzberg auf MigrantInnen losging. Nicht zuletzt sei der Angriff von 20 bewaffneten Nazis auf das Protestcamp am Kölner Rufolfplatz genannt (Juli 2011). Während der Staat keinen Cent scheut, um den Mythos des „Linksextremismus“ zu pflegen und auf Grundlage der „Extremismustheorie“ neben der autonomen Antifa auch breite Anti-Nazi-Bündnisse zu kriminalisieren, gerieten die FKK nur schleppend ins Visier der staatlichen Behörden; zögerlich und erst durch öffentlichen Druck von AntifaschistInnen wurden im Oktober Hausdurchsuchungen bei einigen aktiven Kölner Nazis gebilligt.

Bei solch einer Akte allein im Jahr 2011 ist es nicht wirklich verwunderlich, dass Kölner Nazis – namentlich Axel Reitz – Verbindungen zum Kern-Trio des NSU pflegte. Recherchen des Westdeutschen Rundfunks zufolge begrüßte Reitz im Jahr 2009 die Zwickauer Zelle persönlich bei einem Nazitreffen in Erftstadt. Zudem pflegte er engen Kontakt zum kürzlich verhafteten NSU-Mitglied Ralf Wohlleben sowie zum mutmaßlichen NSU-Unterstützer Bruno Gerlach. Diese Kontakte waren für den Bombenanschlag des NSU in Köln-Mülheim im Jahre 2004 mit Sicherheit relevant.

Sich dann über Repression gegenüber „friedliche Nationalisten“ aufzuregen, ist irgendetwas zwischen lachhaft und eine ungeheure Dreistigkeit – Grund genug jedenfalls, um den Auftritt des Haufen Drecks entschieden entgegenzutreten. Im bekannten „verflixten 7. Jahr“ nach der letzten Blamage wollen die Nazis ihre Schmach von Kalk wiedergutmachen. – Lasst uns diesen Versuch zum Desaster machen!

Naziaufmarsch in Kalk?! – Läuft nicht!

Heraus zur antifaschistischen Aktion!

10. Dezember 2011, 10 Uhr, Kalk-Post (U-Linie 1,9; S-Bhf: Köln Trimbornstraße)

Achtet auf aktuelle Ankündigen:

www.no-racism.de | Twitter | Facebook

Angriff auf ein Falkenhaus in Gelsenkirchen Hassel

Faschistischer Angriff auf ein Falkenhaus in Gelsenkirchen

In der Nacht vom 17. auf den 18.10. verübten Faschisten einen Anschlag auf das Friedrich Erler Haus in Hassel. Das Haus und umliegende Fahrzeuge wurden mit Hakenkreuzen beschmiert.

Dieser Angriff reiht sich in den letzten Wochen in eine Reihe ein, auch in Dortmund und Herne wurde von Nazis Falkenhäuser beschmiert, unter anderem mit der Parole „Falken Töten“. In Berlin ist Anfang des Jahres sogar ein Falkenheim von Nazis angezündet und schwer beschädigt worden.

Julia Rakowski, Vorsitzende der Falken Gelsenkirchen:“ Das wir in den Fokus der Nazis gerückt sind, zeugt davon das sie eine demokratische und antifaschistische Erziehung für Kinder und Jugendliche als Gefahr ansehen. Es ist aber ebenso entlarvend für die Nazis das sie ein Kinder und Jugendzentrum zerstören.“

Die Angreifer konnten nach unseren Informationen bisher nicht identifiziert oder gefasst werden, wir hoffen darauf das die Ermittlungen schnell und gezielt durchgeführt werden.

Heute morgen haben wir als Falken Bezirk Westliches Westfalen veranlasst 200 Euro an die Antifaschistische Konferenz der VVN in Dortmund Anfang 2012 zu spenden. Auch wenn die Nazis uns einschüchtern wollen, ermutigen sie uns unseren Antifaschistischen Kampf auszuweiten.

Im Rahmen der Veranstaltung zur Reichspogromnacht werden wir deutlich Flagge gegen nazistische Bewegungen zeigen. Im Vorfeld wird es eine Gedenkstättenfahrt für unsere Jugendlichen nach Sachsenhausen geben.

Die Verbrechen der Nazis früher und heute werden nicht vergessen werden. Unsere Lösung bleibt No Pasaran – Keinen Schritt zurück.“ Paul M. Erzkamp Vorsitzender der SJD Die Falken Gelsenkirchen und Westliches Westfalen.“

PM des UB Gelsenkirchen zu diesen Vorfällen vom 18.10.2011