Archiv der Kategorie 'Gelsenkirchen'

Not Welcome! Gelsenkirchen gefällt „die Bandbreite“ nicht

Heute, nach bekanntwerden der geplanten Zusammenarbeit zwischen dem „Musiktheater im Revier“ und der Band „die Bandbreite“, haben wir Kontakt mit dem Musiktheater aufgenommen.

Das Musiktheater wurde auf die geistigen Ergüsse von Marcel „Wojna“ Wojnarowicz und seiner Band hingewiesen.  

Auch das Musiktheater hat erkannt, dass die Bandbreite kein Kulturprogramm ist, erst recht nicht für Kinder und Jugendliche, sagte die Veranstaltung ab und distanzierte sich in einem Telefonat von „Wojna“.

Da sich auch der Gelsenkirchener Oberbürgermeister eingeschaltet hat (siehe Kommentarspalte Ruhrbarone), sind wir sicher, dass im Musiktheater morgen keine Veranstaltung mit der Bandbreite stattfinden wird.

Inzwischen gibt es immer mehr Kritiker*innen an der Bandreite, so berichtet die antifaschistische Zeitung Lotta in der aktuellen Herbstausgabe über ein Konzert der Bandbreite in der Kategorie „Hip-Hopper mit Rechtsdrall“.

Wer mehr Informationen zu der Bandbreite sucht, wird sie auf dem Blog Reflexion finden.

An dieser Stelle danken wir den Mitarbeiter*innen des MiR für die schnelle Reaktion.

Angriff auf ein Falkenhaus in Gelsenkirchen Hassel

Faschistischer Angriff auf ein Falkenhaus in Gelsenkirchen

In der Nacht vom 17. auf den 18.10. verübten Faschisten einen Anschlag auf das Friedrich Erler Haus in Hassel. Das Haus und umliegende Fahrzeuge wurden mit Hakenkreuzen beschmiert.

Dieser Angriff reiht sich in den letzten Wochen in eine Reihe ein, auch in Dortmund und Herne wurde von Nazis Falkenhäuser beschmiert, unter anderem mit der Parole „Falken Töten“. In Berlin ist Anfang des Jahres sogar ein Falkenheim von Nazis angezündet und schwer beschädigt worden.

Julia Rakowski, Vorsitzende der Falken Gelsenkirchen:“ Das wir in den Fokus der Nazis gerückt sind, zeugt davon das sie eine demokratische und antifaschistische Erziehung für Kinder und Jugendliche als Gefahr ansehen. Es ist aber ebenso entlarvend für die Nazis das sie ein Kinder und Jugendzentrum zerstören.“

Die Angreifer konnten nach unseren Informationen bisher nicht identifiziert oder gefasst werden, wir hoffen darauf das die Ermittlungen schnell und gezielt durchgeführt werden.

Heute morgen haben wir als Falken Bezirk Westliches Westfalen veranlasst 200 Euro an die Antifaschistische Konferenz der VVN in Dortmund Anfang 2012 zu spenden. Auch wenn die Nazis uns einschüchtern wollen, ermutigen sie uns unseren Antifaschistischen Kampf auszuweiten.

Im Rahmen der Veranstaltung zur Reichspogromnacht werden wir deutlich Flagge gegen nazistische Bewegungen zeigen. Im Vorfeld wird es eine Gedenkstättenfahrt für unsere Jugendlichen nach Sachsenhausen geben.

Die Verbrechen der Nazis früher und heute werden nicht vergessen werden. Unsere Lösung bleibt No Pasaran – Keinen Schritt zurück.“ Paul M. Erzkamp Vorsitzender der SJD Die Falken Gelsenkirchen und Westliches Westfalen.“

PM des UB Gelsenkirchen zu diesen Vorfällen vom 18.10.2011

Eventempfehlung: Tanz oder Garnicht 2.0 & Naziaufmarsch in Hamm verhindern

Das Ladenkollektiv „Subversiv Gelsenkirchen“ hat zum zweiten mal eine Party organisiert, die „Tanz oder Garnicht 2.0″.

Los geht es am 1.10. um 22 Uhr.

Unsere Empfehlung für den 1.10., erst nach Hamm den Naziaufmarsch verhindern, dann auf die „Tanz oder Garnicht 2.0″ feiern für einen guten Zweck.

Infos zum Naziaufmarsch in Hamm: http://okt1.noblogs.org

Alle aktuellen Infos zur „Tanz oder Garnicht 2.0″: https://www.facebook.com/event.php?eid=258547844178243

Dortmund, 2./3. September

Für den 3. September mobilisieren Neonazis zum siebten Mal zum „Nationalen Antikriegstag“ nach Dortmund. Ein großes Bündnis antifaschistischer Gruppen aus NRW ruft zu Gegenaktivitäten auf. Die gemeinsame Anreise ist zentraler Bestandteil des Aktionskonzepts.

2.9.: Linksradikale Vorabenddemo | 17.30 Uhr | Kampstraße (Dortmunder Innenstadt)

3.9.: Anreise zu Aktionen gegen den Naziaufmarsch | 7.30 Uhr | Gelsenkirchen Hauptbahnhof

Messerattacke auf Polizisten in Bulmke. Angreifer hat rechtsradikalen Hintergrund

Gelsenkirchen. Der Messerstecher von Gelsenkirchen, der zwei Polizisten lebensgefährlich verletzte, hat offenbar eine rechtsradikale Vergangenheit. Ehemalige Mitschüler sagten der WAZ-Mediengruppe, der Gymnasiast habe damit geprahlt, NPD-Mitglied zu sein.

Der Messerstecher von Gelsenkirchen, der Dienstagnacht zwei Polizisten lebensgefährlich verletzte, hat offenbar eine rechtsradikale Vergangenheit. Ehemalige Mitschüler identifizierten den 21-jährigen Markus K. Sie sagten der WAZ-Mediengruppe, der Gymnasiast habe damit geprahlt, NPD-Mitglied zu sein.

Der Essener Staatsanwalt Marcus Schütz (33) sagte, er habe auch „was von einem rechtsradikalen Hintergrund gehört“, will aber den Sachverhalt „weder ausschließen noch bestätigen. Wir ermitteln in alle Richtungen“.

Tatsächlich deutet der letzte Eintrag auf der Facebook-Seite des mutmaßlichen Täters auf ein persönliches Rachemotiv hin. Am 30. Juli schrieb Markus K. auf seiner Pinnwand: „Da hatte ich einen Kloß im Hals … Kollege im Bau. Aaargh, ihr Schweine“.

Die 30 Jahre alte Polizistin und ihr 45-jähriger Kollege, die beim Angriff in Gelsenkirchen-Bulmke verletzt wurden, konnten bislang nur kurz angehört werden. Ihr Zustand, sowie der des Angreifers ist jedoch nicht mehr lebensbedrohlich. Der 45-Jährige hatte noch mit seiner Dienstwaffe auf den Täter feuern können, der die Polizei zu einem vermeintlichen Unfall in eine Sackgasse gerufen hatte.

Rechte Orientierung in der Oberstufe

Ehemalige Mitschüler beschreiben Markus K. als intelligent und freundlich-distanziert: ein Einzelgänger. Vor allem in Politik und Geschichte habe er sich gut ausgekannt. In der Oberstufe habe er angefangen, sich für die rechte Szene zu interessieren, begann Springerstiefel und Kleidung der Marke Lonsdale zu tragen, die in dieser Szene sehr verbreitet ist. Da er sonst eher aufgeschlossen und höflich war, stieß seine plötzliche rechte Orientierung auf Unverständnis. Seine Noten seien in dieser Zeit stark abgesackt, nach der 12. Klasse habe Markus K. die Schule verlassen. Zuletzt machte er eine Ausbildung als Beschichtungstechniker.

Nach der Schulzeit, erklärten Bekannte von Markus K., soll er sich jedoch von der rechten Szene gelöst haben und diese Zeit als „doofe Phase“ beschrieben haben. Er habe wieder andere Freunde gefunden, allerdings soll er noch öfter über den „Scheiß-Sozialstaat“ geschimpft haben. Jedoch habe Markus K. nie Andeutungen gemacht, die auf den Messerangriff hätten hindeuten können.

Quelle: http://www.derwesten.de/nachrichten/im-westen/Messer-Attentaeter-hat-rechtsextremen-Hintergrund-id4957964.html